Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie geben Einwilligung zu unseren Cookies, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.

OKDetails einblendenWeitere Informationen
DER SCHÖPFER IST EIN MALER. DIE NATUR IST EINE MALERIN. KREATIV SEIN? KANN ICH!

KREATIV SEIN? KANN ICH!

DIE NATUR IST EINE MALERIN.

DER SCHÖPFER IST EIN MALER.

Feierstunde für eine Ausnahmehandwerkerin

23. Januar 2017

Maler- und Lackierer-Innung Ahrweiler vergibt Stipendium für Meisterprüfung

Walporzheim. Die Handwerker im Kreis Ahrweiler sind derzeit mächtig stolz, ganz besonders die Mitglieder Maler- und Lackiererinnung. Der Grund ist aber auch wirklich feierlich: Die 20-jährige Antje Harz aus Ramersbach hat im Herbst letzten Jahres den Bundesleistungswettbewerb für junge Gesellen im Maler- und Lackiererhandwerk für sich entscheiden können und kann sich nun beste Malergesellin Deutschlands nennen. Das ist eine Premiere für die Nachwuchshandwerker im Kreisgebiet, denn zum ersten Mal ging der Titel an die Ahr. Schon der Weg dorthin war bemerkenswert: Im Frühjahr 2016 schloss Harz ihre Ausbildung bei der Bugdoll GmbH als Innungsbeste des Kreises ab; anschließend wurde sie in Koblenz Kammer- und Bezirkssiegerin. Um diese Erfolg entsprechend zu würdigen, lud die Maler- und Lackiererinnung Ahrweiler mit Obermeister Francois Etscheid zu einer Feierstunde ins Restaurant Vinetum nach Walporzheim. Etscheid war auch der erste Laudator des Abends, der, sichtlich stolz, die Bedeutung dieses Erfolgs für das Malerhandwerk im Kreis unterstrich. Der Obermeister lobte insbesondere das herausragende Engagements Harz. Die junge Handwerkerin legte beispielsweise abendliche Trainingsstunden ein um ihrem Ziel Stück für Stück näher zu kommen. Tatkräftig unterstützt wurde Harz dabei von ihrem Ausbildungsbetrieb, der Berufsbildenden Schule in Bad Neuenahr und natürlich ihrer Familie, besonderes von ihren Eltern Helga und Rainer Harz sowie Onkel Wolfgang Harz, der selber Malermeister ist. Dank diesem kam Antje Harz überhaupt mit dem Handwerk in Kontakt: Beim „Girls Day“, einem bei dem Schülerinnen in die Berufswelt „schnuppern“, konnte sie in der Werkstatt von Wolfgang Harz erste Einblicke ins das Maler- und Lackiererhandwerk erlangen und legte sich so den Grundstein für den jetzigen Erfolg.

Viele Gratulanten und herzliche Worte

Zahlreiche Vertreter aus Handwerk, Politik und Wirtschaft kamen an diesem Abend ins „Vinetum“ um Antje Harz herzlich zu gratulieren. Elmar Schmitz, Vorsitzender des Vorstandes der Volksbank RheinAhrEifel, hatte neben herzlicher Worte aber noch ein besonderes Geschenk dabei. Schmitz konnte Harz einen Scheck in Höhe von 1000 Euro für ein Stipendium für den Meisterkurs überreichen. Das ist nämlich das ausgesprochenen Ziel der 20-jährigen: Den Meister machen und möglicherweise irgendwann auch den Betrieb des Onkels übernehmen. Schmitz kam seiner Aufgabe natürlich gerne nach und betonte in seiner Laudatio das traditionell gute Verhältnis der Volksbank zur Handwerksbranche und gratulierte der Handwerkerin zu ihrer ganz hervorragenden Qualifikation.

In Vertretung für Landrat Dr. Jürgen Pföhler richtete der Kreisbeigeordnete Fritz Langenhorst herzliche Grüße und Gratulationen im Namen des Landkreises aus und unterstrich in seiner Rede die besondere Stellung des Handwerks, welches maßgeblich mitentscheidend für die Lebensqualität in der Region sei. „Gerade in unserem ländlichen Raum ist das Handwerk unentbehrlich und verdient jede Aufmerksamkeit“, reflektierte Langenhorst. Der Beiordnete des Landkreises attestierte Antje Harz Fleiß, Tugend und Beharrlichkeit und ist sicher, dass „Ihnen eine erfolgreiche Zukunft bevorsteht“, so Langenhorst.

Norbert de Wolf, Geschäftsführer des Fachverbandes Farbe, Gestaltung und Bautenschutz Rheinland-Pfalz, hatte noch eine besondere Einladung dabei. De Wolf hat das Projekt „Geselle trifft Gazelle“ ins Leben gerufen. Hinter diesem sympathischen Namen verbirgt sich eine Bildungsreise für junge Malergesellen ins ostafrikanische Ruanda. Hier können die jungen Handwerker Einblicke in völlig andere Arbeitsweise erleben. Natürlich sprach De Wolf seine herzliche Einladung für diesen lehrreichen Trip nach Ruanda an Antje Harz aus.

Weniger um das Handwerk als solches, sondern um Ehrgeiz, Motivation und das „Durchbeißen“ um persönliche Ziele zu erreichen, ging es in der Laudatio von Marcel Wüst. Der Ex-Radrennprofi aus Köln erläuterte in seiner Rede die Parallelen zwischen Profisport und Handwerk und zeigte auf, was Motivation eigentlich ausmacht: Der Erfolg. „Im Alter von 20 Jahren habe ich meinen ersten Profivertrag unterschrieben und Du, Antje, bist im gleichen Alter die beste Malerin Deutschlands“, verglich Wüst und fügt hinzu: „So etwas spornt an!“. Wüst ging dabei auch auf Antje Harz Werdegang ein und lobte, wie zielstrebig die junge Malerin ihren Weg ging.

Auch Alexander Baden, Geschäftsführer der Handwerkskammer, sicherte in Bezug auf den weiteren Werdegang und den anstehenden Meisterkurs die Unterstützung der Kammer zu. Außerdem blickte Baden schon in die Zukunft und forderte Harz augenzwinkernd auf, dass sie jetzt schon an dem Titel des „Weltchampions“ arbeiten sollte. Doch zunächst erwartet Harz nun die Teilnahme bei den Europameisterschaften „Euroskills“ im ungarischen Budapest.

Angesichts des tollen Erfolgs von Antje Harz konnten einige Sponsoren gewonnen werden, die die Malerin aus Ramersbach tatkräftig unterstützen. Neben der Malerinnung des Kreises und der Volksbank RheinAhrEifel steht auch die MEG (Maler-Einkauf-Südwest eG) und die lokalen Firmen Farben Arndt, Farben Klos, Hamacher & Wechsel und Jansen Farben und Lacke geschlossen hinter der ambitionierten Noch-Gesellin. Die Vertreter der einzelnen Sponsoren gratulierten der Bundessiegerin ganz herzlich bevor Antje Harz schließlich selbst das Wort ergriff und insbesondere ihrer Familie für die tatkräftige Unterstützung dankte.

Zum Abschluss des Abends erwartete die Gäste noch ein Abendessen, welches ganz im Sinne der bodenständigen Ausrichtung des Handwerks stand. „Heute gibt’s kein Buffett und auch kein Fingerfood- wir sind Handwerker und deshalb gibt’s heute Himmel un Ääd,“ erklärte der gut gelaunte Obermeister Francois Etscheid.

Quelle: BLICK aktuell 23.01.2017